--------------- Sonntag 14. Oktober 2018 ---------------
Bilder   1. Lauf
  2. Lauf
  3. Lauf
  4. Lauf
  5. Lauf
  6. Lauf
  7. Lauf
  8. Lauf
  9. Lauf
10. Lauf
Berichte   1. Lauf
  2. Lauf
  3. Lauf
  4. Lauf
  5. Lauf
  6. Lauf
  7. Lauf
  8. Lauf
  9. Lauf
10. Lauf

Mit Tee und Traubenzucker über sieben Hügel

Mehr als 100 Teilnehmer machen bei dem Lauf mit. Was sie motiviert und wer dieses Mal der Schnellste war

Von Sonja Diller

Beim 10. Sieben-Hügel-Lauf des SC Biberbach war das Wetter zwar nicht ganz so schlimm wie beim allerersten, damals sogar verschneiten Start, doch wehte am Sonntagvormittag ein schneidend kalter Wind unter dicken Wolken über die Laufstrecke. Den Spaß ließen sich die Sportler aller Altersgruppen davon aber nicht verderben. Sie erschienen zuverlässig, wetterbedingt gut eingepackt und mit bester Laune ausgestattet. Bei so viel Enthusiasmus hatte sogar Petrus ein Einsehen und verschob den vorhergesagten Regen bis die Läufer und Nordic Walker ihre ausgesuchte Strecke über zwei, fünf, oder alle sieben Hügel geschafft hatten. Zwischen 7,1 und 10,2 Kilometern war für jedes Fitnesslevel die richtige Distanz dabei. Über stolze 108 Teilnehmer und damit eines der besten Ergebnisse aller Zeiten konnten sich die Organisatoren Renate Guffler, Gottfried Mair und Philipp Stöckli freuen.

Am schnellsten war der am weitesten angereiste Läufer wieder am Ziel. Nach 26 Minuten und 7,1 Kilometern wurde Patrick Silberhorn aus Würzburg von den Fans an der Zielgeraden begrüßt. Schon seit drei Jahren hatte der künftige Mittelschullehrer seinem Studienkollegen Felix Guffler versprochen zum Lauf nach Biberbach zu kommen. „Nun wittert er seine Chance das Duell zu gewinnen“, flachste der durch eine Bronchitis nicht ganz fitte Felix. Ein Plan, der letztendlich auch aufgegangen ist. Im Grunde geht es beim Lauf über die idyllischen Hügel aber nicht um Minuten und Sekunden sondern um die gemeinsame Freude am Laufen, sind sich die Organisatoren einig. Erst hatten sich immer mehr Freunde der fitten kleinen Truppe bei ihren Freizeitläufen angeschlossen, daraus entstand dann die Idee mit mehreren Streckenangeboten einen Spaßlauf für Jedermann anzubieten. Dabei gibt es auch keine Zeitnahme und keinen Leistungsvergleich. „Wer auf die Uhr schauen mag, der kann das tun, aber das ist reine Privatsache“, ist für Renate Guffler das einzig wichtige Argument zur Teilnahme die Freude an der Bewegung.

Darauf kommt es auch Christian Weidenhüller an, der gleich noch seine Schwester Sabine und ihre drei Freundinnen aus Streitheim aktiviert hat. Über die heimischen Hügel lässt es der bekennende „Viertel-Profi“, der regelmäßig zehn bis zwanzig Kilometer abspult, am Sonntag auch auf der langen Strecke vergleichsweise gemütlich angehen. Ähnlich sieht es Markus Kratzer, der mit Begleiterin Andrea, die zum ersten Mal in Biberbach antritt, die Nordic Walking Strecke unter die Stöcke nimmt. Auch er ist normalerweise schneller unterwegs, obwohl ihn ein schlimmer Fahrradunfall 2006 erst einmal in den Rollstuhl gebracht hatte. Drei Jahre und viele Kämpfe später trat er wieder bei einem großen Triathlon an und gibt seitdem seine Erfahrungen weiter und begleitet Interessierte auf dem Weg in ein sportlicheres Leben.

Fit ist die Jugend im Feld bereits. Als jüngste Läuferin ging die 12-jährige Mina Auernhammer mit ihrer gleichaltrigen Freundin Hanna Oebel an den Start. Vom Volleyball- und Handballtraining haben die beiden die nötige Puste für den flotten Weg durch Wald und Wiesen. Nur ein paar Monate älter ist Florian Motzet, der unbedingt sein Ergebnis vom letzten Jahr unterbieten möchte. Leider fällt sein Freund Lucas Tris, dem er gerne die 10 Sekunden Rückstand abgenommen hätte, wegen einer Fußballverletzung aus. Aber es gibt ja immer ein nächstes Mal. So ist jedenfalls der Plan, denn Ermüdungserscheinungen seitens des Organisationsteams gibt es noch keine. Mit einem großen Blumenstrauss und gutem Wein bedankte sich Sportvereinschef Wolfgang Jarasch bei dem Trio für zehn Jahre Sieben-Hügel-Lauf und reihte sich nach dem Startschuss gleich mit ein in die lustige Truppe auf zwei und vier Beinen, die sich mit viel „Hallo“ auf den Weg machte. Mit heißem Tee und Traubenzucker bekamen die Läufer unterwegs einen Energieschub verpasst und im Sportheim warteten schon dampfende Nudeln und knusprige Pizza darauf den Kalorienverlust bei den Sportlern möglichst gering zu halten. Auch das dürfte geklappt haben.
Das Wetter
Home  Impressum Datenschutz